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Matthias Schweighöfer lässt Hollywood warten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andre Bernhardt   
Dienstag, den 09. November 2010 um 07:36 Uhr

 

Frankfurt/Main - Gerade erst wurde Matthias Schweighöfer vom «GQ»-Magazin zu Deutschlands «Mann des Jahres» gekürt - dabei dreht er derzeit ausgerechnet «What A Man», eine Komödie über den modernen Mann.

«Ein lustiger Zufall», sagt der 29-Jährige. Seine erste Regiearbeit sei schon seit einem Jahr geplant gewesen. Beim Dreh in Frankfurt und Umgebung steht er außerdem in der Hauptrolle vor der Kamera: als junger Lehrer Alex. Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa spricht Schweighöfer über seine Vorbilder als Regisseur und verrät, wie sich «Die Fremde»-Star Sibel Kekilli (30) in ihrer ersten komischen Rolle schlägt - als Alex' chaotische, beste Freundin Nele.

 

 

 

Müssen die vielen Schweighöfer-Fans jetzt befürchten, Ihr freches Lächeln nur noch selten auf der Leinwand zu sehen?

Schweighöfer: «Nee, ich mach' jetzt erst mal noch zwei schöne Filme als Schauspieler - einen mit Detlev Buck, der heißt "Woman in Love", und danach "Russendisko" (nach Wladimir Kaminers Roman). Und dann kommt nächstes Jahr vielleicht meine nächste Regiearbeit.»

Sie treten quasi in die Fußstapfen von Til Schweiger, der auch Regie in seinen eigenen Filmen führt und auch produziert. In seinen Liebeskomödien «Keinohrhasen» (2007) und «Zweiohrküken» (2009) haben Sie ja auch mitgespielt. Ist er Ihr Vorbild?

Schweighöfer: «Ich hab' mit Til schon ein paar Filme gemacht. Und wie er produziert, wie er seine Filme macht, das ist natürlich super. Wie viele Leute er ins Kino kriegt! Er ist nicht unbedingt mein Vorbild, aber er ist jemand, den ich sehr bewundere - dafür, was er so auf die Beine stellen kann.»

Haben Sie denn als Regisseur Vorbilder?

Schweighöfer: «Na ja, ich liebe Michel Gondry («Science of Sleep») zum Beispiel; und Tom Tykwer finde ich ganz großartig. Von den Amerikanern finde ich den Christopher Nolan («The Dark Knight») noch ganz toll - oder auch die ganzen Martin-Scorsese-Filme von früher.»

Sibel Kekilli, berühmt geworden mit harten Stoffen wie «Gegen die Wand» und «Die Fremde», spielt in «What A Man» erstmals eine komische Rolle. Welches Zeugnis stellt ihr der Regisseur Schweighöfer aus?

Schweighöfer: «Eins plus! Ja, sie kann das auch! Klar, manchmal fühlt sie sich noch nicht so sicher in bestimmen Bereichen. Aber sie geht da mit vollem Herzblut ran. Super, wie sie das macht!»

Ob Friedrich Schiller, Marcel Reich-Ranicki oder Rainer Langhans: Sie haben schon große Deutsche gespielt, sind im Alter von 29 Jahren nun auch Regisseur. Was kann da jetzt noch kommen? Spüren Sie Druck?

Schweighöfer: «Druck machen einem immer andere Leute. Ich freu' mich total, dass ich meine eigene Produktionsfirma gegründet habe, dass "What A Man" jetzt der Startschuss ist, das Baby. Und mal gucken, was wir in den nächsten zehn Jahren so auf die Beine stellen können.»

Der nächste Schritt ist für Sie also nicht Hollywood?

Schweighöfer: «Nee, der nächste Schritt, der sein muss, muss ein nächster guter Film sein. So dass man die Leute in der Firma bezahlen kann, dass man weiter Filme machen kann und gesund bleibt.»

 

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